doors closed
von Volker
So eine Scheiße aber auch. Da will der Saubillig-Markt die größte Filiale der Welt eröffnen, natürlich in Berlin, und wirbt dafür mit so illustren Sprüchen wie “Größte Öffnung seit dem Mauerfall”. Dazu satte Angebote, etwa eine externe Festplatte mit 300GB Speicherplatz für schlappe 49 Euro. Und eine Xbox 360 mit vier Games, zwei Controllern und das ganze als Premium Edition – für 249 Euro. Hier begann das ganze, für mich interessant zu werden.
Und was kam raus? Gar nix, fucking Chaos und Anarchie. Wie sich das in Berlin so gehört. Dort fanden einige das nämlich mal gar nicht gut, dass der Mediamarkt da so unverwohlen zum Konsumieren zwingt und prompt gab’s eine Demo dagegen, auch das gehört in Berlin halt dazu. Resultat: Eröffnung geht gründlich daneben, Scheiben gehen gründlich zu Bruch und Menschen werden (nicht durch die Demo, sondern im Gedränge) verletzt. Der indymedia-Beitrag stellt die Dinge etwas anders als die Presseticker dar, daher sei es jedem selbst überlassen, sich seine Wahrheit zusammenzupuzzeln. Vielleicht hilft dieser wirklich exzellente Beitrag inklusive Clips und Bildern weiter. Komisch, dass man sowas bislang in keinem etablierten Online-Medium findet, gab’s da in Berlin nicht eins mit Online-First-Dogma? Sind wohl alle im Mediamarkt, konsumieren.






Von wegen gründlich daneben gegangen. Mehr Publicity ist doch gar nicht möglich. Meine Güte, bis in die Hauptnachrichtensendungen ist es gekommen. Wen interessieren da ein paar Scheiben im… Alexa :-) War schon krass. Muss täglich über den Alex und da war es heute doch mal voller.
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die plakate für den scheiß mm hingen überall in berlin rum. und das alexa einkaufszentrum sieht dermaßen häßlich aus, dass man davon fast augenkrebs bekommt.
ich finde das sehr bedrückend – in welcher gesellschaft leben wir eigentlich? konsum ohne ende? zu jedem preis? wirf den leuten ein angebot vor die füße und sie fangen an zu kaufen wie willenlose zombies. – apropos zombie – das szenario erinnert stark an die einkaufsszene in “dawn of the dead”. bedrückend wie eng fiktion und realität beiander liegen und ein beweis, wie dumm der mensch doch eigentlich ist.
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@s: bad news are good news, das hat man auch an den zugriffszahlen der artikel über die sache gesehen. dennoch haben die sicher nicht mit störaktionen von links gerechnet und damit, das ding nach wenigen minuten wieder zu machen zu müssen. das meinte ich mit daneben. schließlich hätte man sicher mehr geld machen können. aber dass es sowas dann doch in die primetime schafft, ist bedenklich.
@k: natürlich ist romero immer sozialkritisch gewesen, jeder zombie-film lässt sich als gesellschaftskritik lesen. in welcher wir leben? ist schnell beantwortet: egozentriker überall, die vorrangig an sich denken und schauen, dass der andere bloß nicht seinen willen bekommt, davon könnte der eigene ja gefährdet sein. und das auf allen ebenen, nicht nur dem konsum.